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"Voll-Brennwertkessel" | "LAS-System" | "Kondensation" | "Kondensat-Neutralisiation" |


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... ein "Voll-Brennwertkessel"

Hierunter versteht man Kesseltypen, die aufgrund Ihrer Bauart und Konstruktion eine Brennstoffausnutzung von nahezu 100% erreichen.

Wie ist das möglich?


Durch Abkühlung der Abgastemperatur unter den Taupunkt wird die Restwärme durch Kondensation genutzt. Die Abgase werden von 20 bis 45°C abgekühlt, bevor sie in den Kamin gelangen. Die sonst verloren Energie wird dem System wieder zugeführt - man spricht von der Nutzung der latenten Wärme (Energie) im Dampf durch Kondensierung.
Die Brennwerttechnik nutzt nicht nur die Wärme, die als messbare Temperatur der Heizgase bei der Verbrennung entsteht (Heizwert), sondern auch zusätzlich deren Wasserdampfgehalt (Brennwert). Das heisst: Sie nutzt Energie, die sonst (als Abgasverlust) im wahrsten Sinne des Wortes durch den Schornstein geht. In Brennwertkesseln werden Heizgase soweit abgekühlt, daß diese kondensieren und die freiwerdende Wärme an das Kesselwasser abgeben. Die Abgastemperatur liegt dann nur noch geringfügig über der Rücklauftemperatur des Kesselwassers. Die eingesetzte Energie wird fast vollständig genutzt.
Brennwertkessel erreichen je nach Heiztemperatur Norm-Nutzungsgrade bis zu 109%.
Unmöglich sagen Sie? Das scheint nur so! Traditionell sind in Deutschland Wirkungs- und Nutzungsgrade auf den Heizwert bezogen. Um weiterhin Heizkessel miteinander vergleichen zu können, bleibt man bei dieser Definition und addiert lediglich zusätzlichen Wärmegewinn aus der Kondensation der Abgase hinzu. Somit wird das Unmögliche möglich gemacht: Normnutzungsgrad von über 100%!

Das Schnittbild des Condens-Heizkessels verdeutlicht wie "einfach" es im Inneren eines Brennwertkessels zugeht:

Schnittbild

 

Aufbau und Wirkungsweise:

Der im Kessel oben angeordnete Brennraum mit vorgebautem Brenner enthält eine zentrisch liegende Brennraumhülse aus Edelstahl. Sie bildet die erste Stufe der Kesselkonstruktin und ist für Servicezwecke ausbaubar.
Nach dem Flammenumkehrprinzip strömen die heissen Verbrennungsgase an der Aussenfläche der Hülse zurück. Lamellen übertragen die Energie an den oberen Teil des Wasserkreislaufes. Darunter angeordnete angeordnete Nachtschalt-Heizflächen aus Spezial-Edelstahl mit Wirbulatoren geben weitere Wärmeenergie an das Wasser ab. Hier werden die Abgase auf eine Temperatur von 60-70°C abgekühlt.
Ein zweiter nachgeschalteter Wärmetauscher aus Kunststoff überträgt die restliche latente Wärme aus den Abgasen (Wasserdampf) fast vollständig an die zuströmende Frischluft. Dabei wird die Frischluft vorgewärmt und auch diese Energie dem System wieder zugeführt. Die Abluft hat nur noch eine Temperatur von 20-45°C, wodurch die Verwendung einer zugelassenen, preisgünstigen Abgasleitung aus PPS-Kunststoff möglich ist.

Ausserdem wird durch die gleichmäßig hohe Kondensatbildung im Kessel ein Großteil des im Brennstoff enthaltenen Schwefels ausgewaschen. Bevor das Kondensatwasser in das Kanalsystem gelangt, erfährt es im unteren Tankbereich eine Neutralisation durch Magnesiumhydroxi. Dabei wird die schweflige Säure chemische Reaktion in Magnesiumsulfat und neutrales Wasser (pH-Wert 6,5-7) umgewandelt. Der Anschluss an das Kanalsystem ist zulässig.


LAS-System
"LAS-Sytem"

Die Abkürzung für "Luft-Abgas-System". 
Eine Kombination von zwei ineinander liegenden Rohren:
innen das Abgas, aussen die Frischluft.

Das beste Beispiel ist aus nebenstehender Prinzipskizze erkennbar: ein bestehender Kamin oder ein gemauerter Schacht genügen, um im inneren das Abgasrohr aus Kunststoff zentrisch aufzunehmen.

Bei Sanierung des Kamins wird ein mit Distanzhaltern versehenes Kunststoffrohr in den vorhandenen Kamin eingezogen. Bei Neubauten reiucht ein Installationsschacht mit Kunststoffrohr! Die Frischluft für den Brenner wird oben am Kaminende angesogen und durch den verbleibenden Hohlraum nach unten geführt.

Weitere Restwärme des Abgasrohres geht als Energie an die damit vorgewärmte Frischluft über.

 

 


 

"Kondensation"

Zunächst ein Problem für die Umwelt: der Wasserdampf des Kondensats aus dem Abgas enthält schweflige Säure (H2SO3). Zudem wäre ein gemauerter Kamin sofort nass. Und das ist nicht erlaubt!
Der ÖKO-Condens C25 B sorgt durch konstruktive Maßnahmen für umweltgerechte Aufbereitung des Kondensats, indem eine chemische Neutralisation durchgeführt wird.


"Kondensat-Neutralisiation"

Die Neutralisierung des beim Abkühlen der Abgastemperatur anfallenden "Kondenswassers" (Kondensat) wird im untersten Teil des ÖKO-Condens C25 B durchgeführt.
Dort befindet sich eine Wanne mit Magnesiumhydroxid* unterhalb des Restwärmetauschers. Hier hinein tropft die schweflige Säure. Durch chemische Reaktion entsteht Magnesiumsulfat (bekannt von den Turnern, wenn sie die Hände "einpudern").
Ebenso harmlos ist das Wasser mit einem ph-Wert von 6,5 bis 7. Das entspricht neutralem Wasser in Brauchwasserqualität und kann in die Kanalisation entlassen werden.

*im Fachhandel erhältlich, eine Füllung von 2 kg reicht für ca. 2 Jahre!

 


 

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Stand: 9/2010. Technische Änderungen vorbehalten!